Hundefreundlicher Garten - unsere ultimativen 5 Tipps

Hundefreundlicher Garten – unsere 5 ultimativen Tipps

Hunde zählen in Deutschland nach Katzen zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. So lebten zum Ende des Jahres 2021 rund 12,27 Millionen Fellnasen in deutschen Haushalten. 1,74 Millionen Haustierbesitzer:innen haben sogar zwei Hunde (Quelle: statista.com). Ein Teil dieser Vierbeiner lebt in Einfamilienhäusern und kann es sich bei schönem Wetter im eigenen Garten gemütlich machen. Doch wie sieht so ein hundefreundlicher Garten aus? 

Mit unseren 5 Tipps können sie ganz problemlos dafür sorgen, dass aus Ihrem grünen Paradies auch ein hundefreundlicher Garten wird. Außerdem haben wir für Sie eine Liste mit giftigen Pflanzen zusammengestellt, an denen Ihr Hund keinesfalls nagen sollte.

Tipp #1 – Zaun, Zaun und nochmals Zaun

Ein hundefreundlicher Garten ohne Zaun ist fast unvorstellbar, denn vor allem außerhalb des Gartens gibt es für Hunde allerlei spannende Dinge zu entdecken. Spaziergänger, die am Haus vorbeigehen. Katzen, die sich direkt davor platzieren und darauf warten, dass Herr oder Frau Hund ausflippen und hinterherjagen wollen. Fahrradfahrer, Autos und all‘ diese wunderbaren Gerüche sowie viele unbekannte Geräusche. 

Hundefreundlicher Garten - ein Zaun ist definitiv ein "Must have"
Hundefreundlicher Garten – ein Zaun ist definitiv ein “Must have” I Foto: 1179design/Pixabay

Ein guter Zaun ist daher besonders wichtig. Berücksichtigen Sie dabei folgende Punkte:

  • Höhe: Der Zaun sollte nicht vom Hund übersprungen werden können. So reicht eine Höhe von 50 Zentimetern sicherlich für einen Mops aus, eignet sich jedoch nicht bei großen Vierbeinern wie Schäferhunde oder auch einem Labrador.
  • Engmaschiger Zaun: Geben Sie engmaschigen Zäunen den Vorzug. So haben Welpen oder kleine Hunde kaum Möglichkeiten durch zu weit auseinanderstehende Zaunlatten nach draußen zu verschwinden oder womöglich darin stecken zu bleiben und sich zu verletzen.
  • Nach unten abdichten: Wenn Sie einen Hund Ihr Eigen nennen, der nichts mehr liebt, als sich durch den Boden zu buddeln, sollten Sie überlegen, ob Sie ggf. Ihren Zaun nach unten abdichten. Ansonsten buddelt er sich womöglich in Nullkommanix in die Freiheit. Holen Sie sich dafür am besten fachlichen Rat von der Firma, wo Sie den Zaun kaufen bzw. Gekauft haben. Unter Umständen können Sie mit einer eingelassenen (Wurzel-)Folie arbeiten oder aber – falls es sich um einen Zaun aus Maschendraht handelt – den Maschendraht tiefer ziehen.
  • Sichtschutz: Reagiert Ihr Hund auf alle möglichen Reize von außen mit Bellen oder wütendem Gekläffe, kann ein hundefreundlicher Garten schnell zum Alptraum werden (vor allem für die Nachbarn). Unter Umständen sorgt hier ein am Zaun angebrachter Sichtschutz für Abhilfe. Wenn Sie genug Platz haben, pflanzen Sie außerdem eine Hecke. Sie dämpft Geräusche von der Straße oder aus dem (und in den) Nachbargarten. 

Tipp #2 – Platz zum Toben schaffen

Sie wissen es selber: Nichts macht den meisten Hunden mehr Spaß als eine ordentliche Renn- und Toberunde. Ganz besonders gilt das natürlich, wenn Sie zu den 1,74 Millionen Hundebesitzer:innen gehören, die zwei (oder sogar mehr Hunde) haben. Toll, wenn das Toben und Rennen im Garten stattfindet und nicht durch das ganze Haus oder durch die Wohnung geht.

Jeder Hund freut sich, wenn er Platz zum Toben hat
Jeder Hund freut sich, wenn er Platz zum Toben hat I Foto: Alexas_Fotos/Pixabay

Ein hundefreundlicher Garten zeichnet sich u.a. durch einen sehr robusten Rasen aus. So zählen Rasenmischungen für Sportplätze zu den strapazierfähigsten Grüns, die es gibt. Das wird jedoch nicht verhindern, dass Ihr Hund dort mal ein Loch buddelt oder zwei … 🙈.

Leider ist auch der robusteste Rasen nicht gegen braune Stellen gewappnet, die entstehen, wenn sich die Fellnase auf dem Rasen erleichtert. Diese Verbrennungen kommen durch die hohe Nitratkonzentration im Hundeurin zustande. Entweder Sie stören sich nicht daran oder Sie wässern die Stelle sofort, um das Nitrat zu verdünnen. Außerdem sollen „Dog Rocks“ helfen. Dabei handelt es sich um Steine vulkanischen Ursprungs, die in den Wassernapf des Hundes gelegt werden und so verringern auf natürliche Weise den Nitratgehalt des Hundeurins reduzieren. Hmmm, ein Versuch wäre es wert, oder?

Eine Alternative zum Rasen ist unter Umständen ein (versteckter) Platz im Garten für eine Hundetoilette, die aus einer Kuhle mit Sand und/oder Erde besteht. Ob Ihr Hund einen solchen Ort annimmt (vor allem, wenn er nicht vom Welpenalter darauf trainiert wurde), ist fraglich. Die beiden Rhodesian Ridgebacks der Autorin dieses Artikels würden ihr wohl (leider) einen Vogel zeigen … 😉 … zur Ehrenrettung dieser beiden Vierbeiner sei aber gesagt, dass sie nur in Ausnahmefällen ihr Geschäft im Garten verrichten. Sie sind darauf konditioniert, dies während der Spaziergänge zu tun, und das klappt – meistens – sehr gut.

Tipp #3 – Ruheplatz einrichten

Genauso wie wir Menschen gerne auf einer Liege, im Schaukelstuhl oder auf einer Couch im Garten entspannen, kommt es ganz auf den Hund an, an welchen Plätzen er gerne relaxed. Für den einen kommt ein hundefreundlicher Garten nicht ohne eine gemütliche Hundehütte mit Lieblingsdecke aus, andere rollen sich lieber im Schatten auf den Steinen der Terrasse zusammen oder genießen ein Schläfchen am liebsten im Blumenbeet … Sie wissen am besten, was Ihr Hund mag und braucht. Achten Sie aber darauf, dass er nicht die ganze Zeit in der prallen Sonne liegt, sondern auch mal im Schatten zur Ruhe kommen kann.

Tipp #4 – Planschbecken, Gartenschlauch oder Hundeteich

Was wäre ein hundefreundlicher Garten ohne eine passende Erfrischung an heißen Sommertagen? Natürlich hat nicht jeder Platz für einen Hunde- bzw. Badeteich mit allem drum und dran. Aber es geht auch eine Nummer kleiner.

So reicht oftmals der Gartenschlauch mit einer Sprinkleranlage, um für jede Menge Wasserspaß zu sorgen. Außerdem gibt es zahlreiche Anbieter von Hunde-Pools in allen Größen und Varianten. Da passen oftmals gleich auch noch die Kinder mit rein oder Sie planschen einmal ganz gemütlich mit Ihrem Vierbeiner.

Ein hundefreundlicher Garten hält im Sommer auch eine Erfrischung für den Vierbeiner bereit
Ein hundefreundlicher Garten hält im Sommer auch eine Erfrischung für den Vierbeiner bereit I Foto: sevenpix/Pixabay

Wer einen Badeteich im Garten hat, in dem auch der Hunde schwimmen darf, sollte darauf achten, dass dieser hundefreundlich ist bzw. entsprechend umgebaut wird. Das betrifft einen hundefreundlichen Ein- sowie Ausstieg genauso wie eine robuste Teichfolie, die nicht so schnell von Hundekrallen zerrissen werden kann, und das Entfernen von Dekoartikeln und Wasserpflanzen, damit sich Ihr Tier nicht verletzen kann.

Tipp #5 – Gefahren für den Hund reduzieren

Ein hundefreundlicher Garten zeichnet sich insbesondere auch dadurch aus, dass möglichst wenige Gefahren auf Ihren Hund lauern. Lassen Sie keine Gartengerätschaften (zum Beispiel Heckenschere) herumliegen (hohes Verletzungspotenzial) und verwenden Sie keine chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Hornspäne oder Schafwolle für das Düngen vom Rasen o.ä. sind unbedenklich, während Dünger mit Rhizinusschrot hochgiftig für Hunde ist.

Giftige Pflanzen

Ein hundefreundlicher Garten sollte keine für Hunde giftigen Pflanzen haben. Dazu zählen beispielsweise:

Hundefreundlicher Garten - der blaue Eisenhut hat darin nichts zu suchen, denn er ist sehr giftig
Hundefreundlicher Garten – der blaue Eisenhut hat darin nichts zu suchen, denn er ist sehr giftig I Foto: WolfBlur/Pixabay
  • Blauer Eisenhut (Diese Pflanze gibt ihr Gift schon ab, wenn Ihr Hund daran vorbeigeht und sie einfach nur streift. Wenn er sich dann das Fell leckt, kommt das Gift in den Körper. Dann sollten Sie unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen)
  • Stechapfel
  • Hundspetersilie
  • Tollkirsche
  • Oleander
  • Maiglöckchen
  • Herbstzeitlose
  • Goldregen
  • Efeu
  • Eiben
  • Kirschlorbeer
  • Rittersporn
  • Narzissen
  • Tulpen
  • Wandelröschen
  • Schwarzer Holunder

Die meisten Pflanzen im Garten sind jedoch für Hunde unbedenklich. Dazu gehören Kräuter, Obstbäume sowie viele Sträucher und Stauden. So droht auch keine Gefahr von Gänseblümchen, Rosen, Lavendel, Zier-Salbei oder Sonnenblumen, Margeriten und Geranien. Natürlich gilt hier immer: Wer zu viel frisst, dem kann auch schon einmal schlecht davon werden … 

Natürlich ist die Umsetzung unserer Tipps auch abhängig von dem zur Verfügung stehenden Platz. Aber selbst ein kleiner hundefreundlicher Garten bietet schöne Möglichkeiten für ein Hundeparadies. Für Abwechslung sorgen kleine Schleichwege, Buddelmöglichkeiten und passendes Spielzeug. Außerdem können Sie im Garten ganz hervorragend mit Ihrem Hund die Übungen aus der Hundeschule trainieren. Viel Spaß!

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