3 Tipps für Gartenarbeiten im April

3 Tipps für Gartenarbeiten im April 

Schnee und Regen, Sonne und Wind, graue Tage und herrliche Frühlingsstunden – das alles kann der April bringen. Trotzen Sie dieser Wetterunbeständigkeit unbedingt, denn es gibt viele wichtige Gartenarbeiten im April zu erledigen. Mit unseren 3 Tipps unterstützen wir Sie gerne dabei, nicht den roten (Garten-)Faden zu verlieren. 

Tipp #1 – Sorgen Sie für üppige Pracht bei Ihren Staudenpflanzen 

Stauden im Garten sind so beliebt wie nie zuvor – dazu zählen Sonnenhut, Rittersporn und Stockrosen genauso wie Pfingstrosen, Schwertlilien und Maiglöckchen. So unterschiedlich die einzelnen Sorten auch sind, die meisten Stauden sind robust, langlebig und winterhart. Die richtige Pflege zählt auf jeden Fall zu den Gartenarbeiten im April. Dann können Sie über viele Jahre mit einer üppigen Blütenpracht rechnen. 

3 Tipps für Gartenarbeiten im April: Für die Staudenpflege ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen
Für die Staudenpflege ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen I Foto: Efraimstochter/Pixabay

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Staude, welche Pflege benötigt, informieren Sie sich am besten bei Ihren Gartenfachleuten darüber. Zur ersten Orientierung können Sie sich an unserer nachfolgenden „Pflege-Liste“ orientieren: 

  • Düngen: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Staudenpflanzen zu düngen. Insbesondere Spätblüher benötigen eine gute Nährstoffversorgung. Achten Sie bei der Auswahl des Düngers darauf, dass er nicht zu viel Stickstoff enthält (u.a. werden die Pflanzen dadurch anfälliger für Hitze und Wind). Ideal sind organische Dünger wie beispielsweise Kompost oder Hornspäne. Durch das darin enthaltene Kalium und Phosphor wird die Blütenbildung angeregt. Zu den Spätblühern zählen übrigens Sonnenhut und Staudenhibiskus. 
  • Teilen: Viele Staudensorten freuen sich darüber, wenn sie in regelmäßigen Abständen geteilt werden. Dadurch treibt die Pflanze besser neu aus und blüht auch wieder stärker. Zu den Stauden, die geteilt werden sollen, zählen beispielsweise Astern und Maiglöckchen. 
  • Rückschnitt: Zu den wichtigen Gartenarbeiten im April zählt auch der Rückschnitt von Stauden. Damit können Sie unter Umständen eine längere oder sogar eine weitere Blühphase erreichen. Wenn Sie Stockrosen und/oder Rittersporn im Garten haben, schneiden Sie diese Stauden jetzt zurück. Erfolgt ein weiterer Rückschnitt im Juni nach der ersten Blüte, können Sie mit einem herrlich bunten Spätsommer im August und September rechnen. 
  • Wachsen lassen: Stauden wie beispielsweise Silberkerzen und Pfingstrosen lassen Sie bitte einfach in Ruhe wachsen. Sie zählen zu den horstbildenden (das bedeutet, dass sie mit Ausläufern treiben) Staudenpflanzen, die am besten gedeihen, wenn Sie wachsen dürfen, ohne umgepflanzt oder geteilt zu werden. Düngen dürfen Sie diese Pflanzen natürlich sehr gerne. 

Tipp #2 – Insektenhotel für Nützlinge 

Wildbienen, Hummeln, Flor- und Schwebfliegen sowie Marienkäfer, Ohrwürmer und viele andere Insekten sind sehr nützlich – sei es, weil sie Pflanzen bestäuben oder weniger nützliche Insekten fressen. In unseren schönen und oft sehr aufgeräumten Gärten finden sie leider nicht immer einen passenden Unterschlupf mehr. Das können Sie aber ganz schnell und einfach mit einem Insektenhotel ändern, dass Sie im Handel kaufen oder – unter dem Motto „Gartenarbeiten im April“ einfach selber bauen. Im Internet finden Sie viele Bauanleitungen – u.a. auch auf der Website vom NABU.  

Ein Unterschlupf für Insekten ist wichtig und passt in fast jeden Garten I Foto: planet_fox/Pixabay
Ein Unterschlupf für Insekten ist wichtig und passt in fast jeden Garten I Foto: planet_fox/Pixabay

Wenn Sie ein Insektenhotel kaufen, achten Sie bitte unbedingt auf die Qualität einer solchen Unterkunft – viele bunte und fantasievoll gestaltete Häuschen erfreuen zwar Ihr Auge, sind aber überhaupt nicht für den Bezug von Insekten geeignet. Das gilt nicht nur für die Farbe, sondern ganz besonders auch für die Materialien einer solchen Unterkunft sowie beispielsweise die Größe der Löcher. Schließlich handelt es sich hierbei um die „Zimmer“ und die müssen schließlich passen. Die Online-Plattform garten.schule hat Insektenhotels getestet. Dort können Sie sich ausführlich informieren. 

Suchen Sie in Ihrem Garten einen passenden Platz für Ihr neues Insektenhotel. Auch wenn der Standort warm und sonnig sein sollte, darf er nicht in der heißen Mittagssonne stehen. Auch sollte es etwas wind- und regengeschützt stehen bzw. angebracht werden.  

Last, but not least: Die Größe Ihres Insektenhotels ist abhängig vom Platz, der zur Verfügung steht – von ganz klein bis ganz groß: Alles ist möglich!  

Tipp #3 – Gemüseanbau im Hochbeet 

Sie fühlen sich wohl in Ihrem Garten, haben erste Erfahrungen gesammelt und überlegen nun, ob Sie nicht das eine oder andere Gemüse anbauen sollen? Wenn Sie die Sache mit dem Nutzgarten erst einmal ausprobieren möchten, starten Sie doch einfach ganz klein mit einem Hochbeet. Das Anlegen, Befüllen und Pflanzen von Gemüse in einem Hochbeet zählt zu den Gartenarbeiten im April. 

Ein neues Hochbeet anlegen, gehört auf jeden Fall zu den Gartenarbeiten im April I Foto: congerdesign/Pixabay
Ein neues Hochbeet anlegen, gehört auf jeden Fall zu den Gartenarbeiten im April I Foto: congerdesign/Pixabay

Doch keine Sorge – selbst als Gartenanfänger:in können Sie ganz einfach in die Gemüsesaison starten, in dem Sie sich einen Bausatz für ein Hochbeet in einem Garten-Center kaufen oder – wenn Sie Zeit und Lust haben – sich einfach eines selber bauen. Entscheiden Sie sich für ein Hochbeet aus Holz, achten Sie bitte auf die verwendete Holzsorte: So gilt Lärchenholz als besonders widerstandsfähig. Sie müssen aber damit rechnen, dass ein Hochbeet nur einige Jahre einsatzfähig ist. Es gibt aber auch Metall- und Kunststoffvarianten auf dem Markt. 

Gehen Sie beim Aufbau wie folgt vor: 

  • In der Regel hat ein Hochbeet folgende Maße: 1,50 Meter x 1 Meter x 0,80 Meter. Bestimmen Sie dafür den Standort in Ihrem Garten – idealerweise richten Sie das Hochbeet in der Länge in Nord-Süd-Richtung aus. Damit die Beet-Konstruktion einen festen Stand hat, heben Sie eine ca. 1,5 Meter lange und 20 bis 30 Zentimeter tiefe Grube aus. 
  • Legen Sie den Boden mit engmaschigem Drahtgitter aus, damit Eindringlinge auf vier Beinen (beispielsweise Wühlmäuse) keine Chance auf Zutritt haben. 
  • Kleiden Sie die Innenwände des Hochbeets mit Gewebefolie aus, dann verrottet das Holz nicht so schnell. 
  • Achten Sie auf einen ebenen Untergrund, damit Wasser gleichmäßig ablaufen kann. 
  • Befüllen Sie das Hochbeet (informieren Sie sich über die Füllung bei Fachleuten): Verwenden Sie dazu nicht nur hochwertige Gartenerde, sondern verwenden Sie von unten nach oben verschiedene Materialien – Baum- und Strauchschnitt (ganz unten), Häckselgut wie dünne Äste, unbedruckte Pappe, Rasenschnitt (zweite Ebene), reife Komposterde (dritte Ebene) und hochwertige Gartenerde/Mutterboden (ca. 20 Zentimeter ganz oben). 

Im Grunde können Sie in einem Hochbeet fast alle Gemüsesorten pflanzen – von Zwiebeln über Paprika und Tomaten bis hin zu Zucchini und Gurken. Da das Hochbeet in den ersten beiden Jahren die meisten Nährstoffe hat, sollten Sie Salat und Spinat (sogenannte Schwachzehrer) erst ab dem dritten Jahr pflanzen. 

Um ein Hochbeet richtig zu bepflanzen und auszunutzen, ist vorab sicherlich auch die Lektüre eines entsprechenden Buches sinnvoll. Mit dem Buch „365 Tage Hochbeet“, das im GU-Verlag erschienen ist und 19,99 Euro kostet, sind Sie gut beraten. 

Natürlich gibt es noch viel mehr Gartenarbeiten im April zu erledigen. Das reicht vom Reinigen der Gartenmöbel (was Sie natürlich schon im Rahmen Ihrer Gartenarbeiten im März erledigt haben … 😉 …) über das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern bis hin zum Pflanzen von Erdbeeren oder zum Schneiden von Buxbäumen und Co. 

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